Historie
Mit dem Käthe-Stüve-Gymnasium trägt unsere Schule den Namen einer Frau, die Delmenhorst durch ihr außergewöhnliches Engagement nachhaltig geprägt hat und bis heute prägt.
Käthe Stüve (1930-2025) setzte sich über viele Jahre mit großer Überzeugungskraft für das Gemeinwohl ein. Ihr Wirken war gekennzeichnet von sozialer Verantwortung, politischem Engagement und einem tiefen Einsatz für Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. So engagierte sie sich unter anderem sehr stark für eine Grundschule im Norden der Stadt, wirkte kirchlich in der Gemeinde St. Marien, war Sportfunktionärin beim SV Atlas sowie beim VSK Bungerhof und war darüber hinaus in weiteren Vereinen aktiv.
Sie übernahm Verantwortung dort, wo sie gebraucht wurde, und setzte sich für Menschen ein, deren Stimmen sonst oft ungehört blieben. So betätigte sie sich im Rat unserer Stadt, wirkte in verschiedenen Fachausschüssen (für Kultur, Sport und Soziales) und setzte sich stark für parteiübergreifende Zusammenarbeit ein. Für dieses beispielhafte Wirken erhielt sie 2002 das Bundesverdienstkreuz und wurde 2021 zur Ehrenbürgerin der Stadt Delmenhorst ernannt.
Käthe Stüve glaubte an die Kraft der Bildung als Grundlage für eine gerechte und demokratische Gesellschaft. Bildung verstand sie nicht nur als Wissensvermittlung, sondern als Befähigung zur Selbstständigkeit, zur Mitmenschlichkeit und zum aktiven Mitgestalten. Diese Haltung macht sie bis heute zu einer wichtigen Orientierung für junge Menschen.
Das Käthe-Stüve-Gymnasium möchte diese Werte weitertragen. Es soll ein Ort sein, an dem Schülerinnen und Schüler nicht nur lernen, sondern wachsen: in ihrer Persönlichkeit, in ihrer Verantwortung für andere und in ihrem Mut, eigene Standpunkte zu entwickeln und für sie einzustehen.
In diesem Sinne ist der Name Käthe Stüve für unseren schulischen Alltag Auftrag, aber auch Vorbild und Inspiration zugleich.
Die Schulgründung im Überblick
Wer plant das Käthe-Stüve-Gymnasium
Geleitet wird die Gruppe durch Tammo Löffler vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung. Dort begleitet er als Fachdezernent schulische Entwicklungsprozesse und vertritt in fachlichen Gremien bildungspolitische Themen. In diesem Rahmen arbeitet er an Fragen wie der Integration der Berufsorientierung in schulische Bildungswege und der Entwicklung zeitgemäßer Unterrichts- und Beratungsstrukturen. Weiterhin hat er eine umfangreiche Expertise im Bereich des Ganztages als Fachdezernent Ganztag sowie als Ganztagskoordinator an einem Gymnasium. Als ehemaliger Schulleiter hat er einen übergeordneten Blick auf Schulaufbau, Organisation und Steuerung – und damit eine wichtige Verbindung zwischen Idee und Umsetzung.
Ulrike Löwe, Mittelstufenkoordinatorin am Gymnasium Ahlhorn, bringt internationale Erfahrungen in die Planungsarbeit ein. Mehrere Jahre Tätigkeit in Dänemark haben ihren Blick auf Schule geprägt. Diese Impulse aus anderen Schulsystemen verbindet sie mit einem feinen Gespür für die Anforderungen der Mittelstufe.
Nina Marschhausen-Lehmann vom Alten Gymnasium Oldenburg ist Lehrerin für Deutsch und evangelische Religion mit Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit, Pressearbeit und Homepagegestaltung. So denkt sie Schule stets auch von ihrer Sichtbarkeit her: Wie erklärt sich eine Schule? Wie macht sie transparent, wofür sie steht? In der Planungsgruppe arbeitet sie auch an Fragen der digitalen Struktur, Organisation und praktischen Umsetzung.
Thorsten Meyer, Lehrer für Geschichte und Musik und Fachbereichsleiter Sozialwissenschaften an der KGS Rastede, ist zugleich seit vielen Jahren am Studienseminar Oldenburg für das Lehramt an Gymnasien als Ausbilder für Pädagogik in der Lehrkräfteausbildung tätig. Er betrachtet Unterricht nicht isoliert, sondern in seiner Wechselwirkung zwischen Lernenden, Lehrenden und Lerngegenstand: Welche Konzepte tragen langfristig? Was brauchen Lernende, um sich sowohl selbständig als auch gemeinsam mit anderen entwickeln zu können? Was benötigen Lehrkräfte, um guten Unterricht zu gestalten? Diese Perspektiven prägen seinen Beitrag zur Planung.
Kathryn Michalzik, 20 Jahre Lehrerin am Max-Planck-Gymnasium und momentan an der IGS Delmenhorst, bringt die kreativen und gestalterischen Aspekte in die Gruppe mit ein. Als Kunst-, Deutsch- und Werte-und-Normen-Lehrerin mit umfangreicher Kostüm- und Bühnenbilderfahrung versteht sie Schule als Raum, der bewusst gestaltet werden darf, um sich wohlzufühlen und kreative und kooperative Prozesse zu fördern.
Sabine Sondermann unterrichtet die Fächer Latein, Sport und Darstellendes Spiel am Neuen Gymnasium Oldenburg und ist dort für die Bereiche der Prävention und des Sozialen Lernens zuständig. Für das RLSB berät sie niedersächsische Schulen zudem in den Schulentwicklungsaufgaben Prävention und Gesundheit und leitet Lehrerfortbildungen zur Mobbing-Prävention und -Intervention. Als Bildungskoordinatorin des Landkreises Wesermarsch bringt sie Bildungsakteure schulform- und institutionsübergreifend zusammen, um Bildungsbiografien zu bereichern, Übergänge zu erleichtern und die Chancengleichheit im Bereich Bildung zu verbessern. Erfahrungen mit Projekten wie z.B. „Make your school“ und „Schools that care“ werden auch für die Schulentwicklungsarbeit am Käthe-Stüve-Gymnasium förderlich sein.
Jan Tonagel, Deutsch- und Englischlehrer sowie Mittelstufenkoordinator am Willms-Gymnasium Delmenhorst, hat als Leiter der Außenstelle (Jahrgänge fünf und sechs), Erfahrungen in der täglichen Schulorganisation. Seine genaue Kenntnis der Delmenhorster Schullandschaft sorgt dafür, dass Routinen hinterfragt werden und alle Beteiligten immer wieder eingeladen sind, Schule neu zu denken.
Mit Susanna Tyrasa, Deutsch- und Religionslehrerin am Gymnasium Twistringen, ist eine Stimme vertreten, die Delmenhorst nicht nur aus schulischer Perspektive kennt, sondern auch als Lebensort. Diese Nähe zur Stadt, aber auch ihr berufliches Engagement im Bereich der Schulpastoral sowie ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Seelsorgerin, die den Menschen (im Lebensraum Schule) in den Fokus stellen, fließen regelmäßig in Gespräche über die zukünftige Rolle des Gymnasiums und ein.
Was diese Menschen verbindet, ist kein fertiges Konzept, sondern die gemeinsame Arbeit daran. Die Planungsgruppe versteht sich als vorbereitendes Team: Sie entwickelt Grundlagen, stellt Fragen und entwirft Strukturen – damit das spätere Kollegium auf einem tragfähigen Fundament starten kann.